Distler

Distler Batteriebahn in H0

1895 gründete Johann Distler in Nürnberg die Metallwarenfabrik Johann Distler KG. Bis zum 1. Weltkrieg wurden hauptsächlich Penny Toys hergestellt. Nach dem Krieg kamen dann auch Flugzeuge und mechanische Figuren ins Programm. 1936 wird die Firma Johann Distler durch Ernst Voelk übernommen, der im April 1938 auch noch die Firma Trix übernimmt. Die Produktionsprogramme der beiden Firmen weisen zwar Berührungspunkte aber keine Schnittstellen auf. Somit bleiben die Aufgaben inerhalb des Firmenverbundes auch nach der Übernahme wie folgt verteilt:

Während Distler hauptsächlich Blechfahrzeuge, Blechspielzeug sowie Sortimentseisenbahnen für Kaufhäuser und Versandhandel herstellte, produziert man bei Trix weiterhin die höherwertigen 00/H0-Eisenbahnen (später auch Spur N) und die Trix Metallbaukästen.

Ab 1957 erfolgte die Umstellung der Produktion von Distler Spur 0 Eisenbahnen zugunsten der Spur H0-Batteriebahn die mit 3 Volt Batteriestrom betrieben wurde.

Franz Carl Weber (Schweiz) und Jelmoli (Schweiz), zeigen noch im gleichen Jahr die ersten Distler H0 Züge in ihren Katalogen. Die deutschen Versandhäuser Quelle, Neckermann, Schöpflin  zeigen Distlerbahnen ab 1959.

Zum verwendeten Gleismaterial gibt es in der Literatur unterschiedliche Angaben. K.P. Huschka schreibt es handelt sich um ein Pappschwellenband Gleis von Trix Express, wogegen Dieter Käßer schreibt es handele sich um Schienen die von der Firma Fleischmann zugekauft wurden.

1962 erfolgt dann die Einstellung der gesamten Produktion und der Verkauf der Werkzeuge nach Belgien wo einige Modelle wie der berühmte Distler Porsche aber auch einige H0-Modelle von Distlertoys weiter produziert werden.

 Literaturverzeichnis:

© Juni 99 Rainer Haug